Dieser Blog wurde für die Auslandspraktikant*innen des Berufskollegs Bachstraße in Düsseldorf eingerichtet. Er dient zum Austausch von Ideen, Tipps, Erfahrungen und Hinweisen, die für den Auslandsaufenthalt unserer Praktikant*innen nützlich sind.




Freitag, 11. April 2025

 

Mein 3-wöchiges Praktikum in Rotterdam: Eine unvergessliche Erfahrung

Rotterdam – eine Stadt, die für ihre moderne Architektur, innovative Kunstszene und kosmopolitische Atmosphäre bekannt ist. Als ich die Gelegenheit erhalten habe, ein dreiwöchiges Praktikum in dieser Metropole zu absolvieren, war ich sofort begeistert.

In diesem Blogartikel möchte ich meine Erfahrungen, Eindrücke und die wertvollen Lektionen teilen, die ich während meines Praktikums in Rotterdam gesammelt habe.

1. Der erste Eindruck von Rotterdam

Rotterdam ist ein echtes Architekturparadies. Während viele andere Städte in den Niederlanden historische Gebäude und mittelalterliche Altstädte bieten, ist Rotterdam bekannt für seine futuristischen Bauwerke. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und wurde danach vollständig neu aufgebaut. Das Ergebnis ist eine Mischung aus beeindruckend modernen und funktionalen Gebäuden, die das Stadtbild prägen und eine ganz besondere Atmosphäre schaffen.

Ich hatte das Glück eine sehr zentrale Unterkunft im belebten Viertel Kralingen-Crooswijk zu finden. Hier gab es zahlreiche Cafés, Restaurants oder Coworking-Spaces im Umkreis und in 10 Minuten zu Fuß war ich schon mitten in der Innenstadt. Gleichzeitig war meine Straße sehr ruhig und direkt am Kanal gelegen, weshalb ich mich sehr wohl gefühlt habe.

Die Wohnung habe ich mir mit einem Mitbewohner geteilt, der ein Zimmer in seinem Loft regelmäßig untervermietet. Er ist selbst in Rotterdam aufgewachsen, arbeitet inzwischen dort als Architekt und konnte mir tolle Tipps für die Stadt geben.

2. Mein Praktikum: Vielfältige Aufgaben und wertvolle Einblicke

Ich habe mein Praktikum im Rahmen meiner Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bei dem Energieunternehmen Uniper absolviert. Ich befinde mich aktuell im 3. Lehrjahr meiner Ausbildung und werde diesen Sommer meine Abschlussprüfung ablegen.

Deshalb war ich sehr froh in den letzten Monaten noch diese tolle Möglichkeit zu erhalten, im Ausland zu wohnen und dort Arbeitserfahrungen zu sammeln.

Uniper hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf, und ich hatte die Gelegenheit, bei einer niederländischen Niederlassung des Unternehmens zu arbeiten – genauer gesagt, auf dem Gelände eines Kraftwerks in Rotterdam. Das Team, für das ich im Einsatz war, nennt sich „Site Transformation“ und setzt sich im Wesentlichen damit auseinander, inwiefern die bereits bestehende Infrastruktur für die Energieversorgung nachhaltig genutzt werden kann.

Die ersten Tage meines Praktikums waren von einem umfassenden Onboarding-Prozess geprägt, bei dem ich die Aufgaben und die verschiedenen Projekte des Teams kennenlernte. Hier war es besonders spannend für mich einen tieferen Einblick in die technologischen Hintergründe und Prozesse von Uniper zu erhalten, mit denen ich in meinem normalen Berufsalltag nur oberflächlich in Berührung komme. Besonders bei einer Führung durch das Kraftwerk konnte ich viele interessante Eindrücke sammeln.

Meine Aufgaben im Allgemeinen waren abwechslungsreich und reichten von der Unterstützung bei der Planung von internen Veranstaltungen und Workshops bis hin zur Mitwirkung bei der Organisation von Firmenevents und Erstellung von Präsentationen.

Hier war es besonders wertvoll für mich, dass ich die bisherigen Kenntnisse meiner Ausbildung unter Beweis stellen konnte.

Verständigt habe ich mich mit meinen Kollegen vor Ort auf Englisch. Obwohl ich im Vorhinein Respekt davor hatte, habe ich schnell gemerkt, wie schnell man seine Hemmungen ablegen kann. Nach ein paar Tagen konnte ich mich problemlos unterhalten und auch Präsentationen halten. Im Nachhinein kann ich sagen, dass mir diese Erfahrung auf jeden Fall mehr Selbstbewusstsein im Englischen gegeben hat.

3. Die Arbeitskultur in Rotterdam

Was mir während meines Praktikums besonders auffiel, war die offene und kooperative Arbeitskultur bei Uniper. Die Menschen sind hier äußerst freundlich, hilfsbereit und legen großen Wert auf Teamarbeit. In vielen Gesprächen mit meinen Kollegen merkte ich, dass ein respektvoller Umgang und flache Hierarchien an der Tagesordnung sind.

Ich hatte oft die Möglichkeit, meine eigenen Ideen einzubringen und wurde in Entscheidungsprozesse einbezogen, was für mich eine sehr bereichernde Erfahrung war. Auch die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit, an einigen Tagen von zu Hause oder von Cafés aus zu arbeiten, haben mir eine gute Work-Life-Balance gegeben.

 

4. Freizeit in Rotterdam: Eine Stadt, die immer etwas zu bieten hat

Neben der Arbeit blieb auch ausreichend Zeit, Rotterdam zu entdecken. Die Stadt hat so viel zu bieten, dass es schwierig war, alles in drei Wochen zu erleben.

An den Wochenenden habe ich die Möglichkeit genutzt, durch die trendigen Viertel wie das Witte de Withkwartier oder das Zwaanhalskwatier direkt bei mir um die Ecke zu schlendern, in gemütlichen Cafés zu entspannen und die lokale Kunstszene zu genießen. Besonders der Besuch der Kunsthal und die Erkundung der Hafenanlagen, die zu den größten der Welt gehören, haben mir sehr gut gefallen.

Jeden Samstag bin ich auf den „Harvest Market“ an der Noordplein gegangen, auf dem viele lokale Produkte, aber vor allem hausgemachtes Streetfood verschiedenster Nationalitäten angeboten wird. Ein weiteres Highlight ist die Markthal im Zentrum, eine Fusion aus Restaurants und Geschäften, inmitten von Bürogebäuden und Privatwohnungen.

Von dort aus kann man sehr schön in den alten Hafen spazieren, von wo aus man an das Ufer der Maas gelangt. Hier kann man entweder am Fluss entlang und an der Erasmusbrücke vorbei in den Delfshaven spazieren oder sich ein Wassertaxi rufen und so zur anderen Seite der Maas gelangen. Beides ist auf jeden Fall einen Ausflug wert!

Unter der Woche habe ich die zeit nach der Arbeit meistens für Sport genutzt. Der Freizeitsee Kralingse Bos eignet sich super für eine Laufrunde und, da ich Mitglied bei Urban Sports Club bin, konnte ich viele Studios & Sportangebote in der Stadt ausprobieren

6. Fazit: Eine wertvolle Erfahrung

Mein dreiwöchiges Praktikum in Rotterdam bei Uniper war eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Ich habe nicht nur spannende Einblicke in die Energiewirtschaft in den Niederlanden gewonnen, sondern auch die Gelegenheit genutzt, eine neue Stadt und Kultur intensiv kennenzulernen.

Besonders der Aspekt sich allein zurecht zu finden und einen Alltag für sich zu finden, war eine tolle Erfahrung, von der ich noch viel für die Zukunft mitnehmen kann.