Mein 3-wöchiges Praktikum in Rotterdam: Eine unvergessliche Erfahrung
Rotterdam – eine Stadt, die für ihre moderne Architektur, innovative
Kunstszene und kosmopolitische Atmosphäre bekannt ist. Als ich die Gelegenheit
erhalten habe, ein dreiwöchiges Praktikum in dieser Metropole zu absolvieren,
war ich sofort begeistert.
In diesem Blogartikel möchte ich meine Erfahrungen, Eindrücke und die
wertvollen Lektionen teilen, die ich während meines Praktikums in Rotterdam
gesammelt habe.
1. Der erste Eindruck von Rotterdam
Rotterdam ist ein echtes Architekturparadies. Während viele andere Städte
in den Niederlanden historische Gebäude und mittelalterliche Altstädte bieten,
ist Rotterdam bekannt für seine futuristischen Bauwerke. Die Stadt wurde im
Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und wurde danach vollständig neu aufgebaut.
Das Ergebnis ist eine Mischung aus beeindruckend modernen und funktionalen
Gebäuden, die das Stadtbild prägen und eine ganz besondere Atmosphäre schaffen.
Ich hatte das Glück eine sehr zentrale Unterkunft im belebten Viertel
Kralingen-Crooswijk zu finden. Hier gab es zahlreiche Cafés, Restaurants oder
Coworking-Spaces im Umkreis und in 10 Minuten zu Fuß war ich schon mitten in
der Innenstadt. Gleichzeitig war meine Straße sehr ruhig und direkt am Kanal
gelegen, weshalb ich mich sehr wohl gefühlt habe.
Die Wohnung habe ich mir mit einem Mitbewohner geteilt, der ein Zimmer in
seinem Loft regelmäßig untervermietet. Er ist selbst in Rotterdam aufgewachsen,
arbeitet inzwischen dort als Architekt und konnte mir tolle Tipps für die Stadt
geben.
2. Mein Praktikum: Vielfältige Aufgaben und wertvolle Einblicke
Ich habe mein Praktikum im Rahmen meiner Ausbildung zur
Veranstaltungskauffrau bei dem Energieunternehmen Uniper absolviert. Ich
befinde mich aktuell im 3. Lehrjahr meiner Ausbildung und werde diesen Sommer
meine Abschlussprüfung ablegen.
Deshalb war ich sehr froh in den letzten Monaten noch diese tolle
Möglichkeit zu erhalten, im Ausland zu wohnen und dort Arbeitserfahrungen zu sammeln.
Uniper hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf, und ich hatte die Gelegenheit,
bei einer niederländischen Niederlassung des Unternehmens zu arbeiten – genauer
gesagt, auf dem Gelände eines Kraftwerks in Rotterdam. Das Team, für das ich im
Einsatz war, nennt sich „Site Transformation“ und setzt sich im Wesentlichen
damit auseinander, inwiefern die bereits bestehende Infrastruktur für die
Energieversorgung nachhaltig genutzt werden kann.
Die ersten Tage meines Praktikums waren von einem umfassenden Onboarding-Prozess
geprägt, bei dem ich die Aufgaben und die verschiedenen Projekte des Teams kennenlernte.
Hier war es besonders spannend für mich einen tieferen Einblick in die
technologischen Hintergründe und Prozesse von Uniper zu erhalten, mit denen ich
in meinem normalen Berufsalltag nur oberflächlich in Berührung komme. Besonders
bei einer Führung durch das Kraftwerk konnte ich viele interessante Eindrücke
sammeln.
Meine Aufgaben im Allgemeinen waren abwechslungsreich und reichten von der
Unterstützung bei der Planung von internen Veranstaltungen und Workshops bis
hin zur Mitwirkung bei der Organisation von Firmenevents und Erstellung von
Präsentationen.
Hier war es besonders wertvoll für mich, dass ich die bisherigen Kenntnisse
meiner Ausbildung unter Beweis stellen konnte.
Verständigt habe ich mich mit meinen Kollegen vor Ort auf Englisch. Obwohl
ich im Vorhinein Respekt davor hatte, habe ich schnell gemerkt, wie schnell man
seine Hemmungen ablegen kann. Nach ein paar Tagen konnte ich mich problemlos
unterhalten und auch Präsentationen halten. Im Nachhinein kann ich sagen, dass
mir diese Erfahrung auf jeden Fall mehr Selbstbewusstsein im Englischen gegeben
hat.
3. Die Arbeitskultur in Rotterdam
Was mir während meines Praktikums besonders auffiel, war die offene und
kooperative Arbeitskultur bei Uniper. Die Menschen sind hier äußerst
freundlich, hilfsbereit und legen großen Wert auf Teamarbeit. In vielen
Gesprächen mit meinen Kollegen merkte ich, dass ein respektvoller Umgang und
flache Hierarchien an der Tagesordnung sind.
Ich hatte oft die Möglichkeit, meine eigenen Ideen einzubringen und wurde
in Entscheidungsprozesse einbezogen, was für mich eine sehr bereichernde
Erfahrung war. Auch die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit, an einigen
Tagen von zu Hause oder von Cafés aus zu arbeiten, haben mir eine gute
Work-Life-Balance gegeben.
4. Freizeit in Rotterdam: Eine Stadt, die immer etwas zu bieten hat
Neben der Arbeit blieb auch ausreichend Zeit, Rotterdam zu entdecken. Die
Stadt hat so viel zu bieten, dass es schwierig war, alles in drei Wochen zu
erleben.
An den Wochenenden habe ich die Möglichkeit genutzt, durch die trendigen
Viertel wie das Witte de Withkwartier oder das Zwaanhalskwatier direkt bei mir
um die Ecke zu schlendern, in gemütlichen Cafés zu entspannen und die lokale
Kunstszene zu genießen. Besonders der Besuch der Kunsthal und die Erkundung der
Hafenanlagen, die zu den größten der Welt gehören, haben mir sehr gut gefallen.
Jeden Samstag bin ich auf den „Harvest Market“ an der Noordplein gegangen,
auf dem viele lokale Produkte, aber vor allem hausgemachtes Streetfood
verschiedenster Nationalitäten angeboten wird. Ein weiteres Highlight ist die Markthal
im Zentrum, eine Fusion aus Restaurants und Geschäften, inmitten von
Bürogebäuden und Privatwohnungen.
Von dort aus kann man sehr schön in den alten Hafen spazieren, von wo aus
man an das Ufer der Maas gelangt. Hier kann man entweder am Fluss entlang und an der Erasmusbrücke
vorbei in den Delfshaven spazieren oder sich ein Wassertaxi rufen und so zur anderen
Seite der Maas gelangen. Beides ist auf jeden Fall einen Ausflug wert!
Unter der Woche habe ich die zeit nach der Arbeit
meistens für Sport genutzt. Der Freizeitsee Kralingse Bos eignet sich super für
eine Laufrunde und, da ich Mitglied bei Urban Sports Club bin, konnte ich viele
Studios & Sportangebote in der Stadt ausprobieren
6. Fazit: Eine wertvolle Erfahrung
Mein dreiwöchiges Praktikum in Rotterdam bei Uniper war eine unglaublich
bereichernde Erfahrung. Ich habe nicht nur spannende Einblicke in die
Energiewirtschaft in den Niederlanden gewonnen, sondern auch die Gelegenheit
genutzt, eine neue Stadt und Kultur intensiv kennenzulernen.
Besonders der Aspekt sich allein zurecht zu finden und einen Alltag für
sich zu finden, war eine tolle Erfahrung, von der ich noch viel für die Zukunft
mitnehmen kann.


